I. W. Kalliwoda, der 1801 in Prag geborene böhmische Komponist und Violinist Kalliwoda hatte im Alter von 14 Jahren sein Debüt als Violinist. Nach seinem Abschied aus Prag im Jahr 1821 konzertierte er in verschiedenen europäischen Städten, u. a. in Donaueschingen, wo ihm Fürst Karl Egon II. die Stelle als Hofkapellmeisters anbot, die er bis 1866 inne hatte. Er komponierte, leitete die Hofoper, trat als Solist auf und unterrichtete die Kinder des Fürsten. Vier Jahrzehnte lang organisierte er ein reiches musikalisches Leben am Hof der Fürstenberger. Dabei kamen nicht nur zahlreiche eigene Kompositionen unterschiedlicher Besetzung zur Aufführung, sondern ebenso Werke anderer Komponisten. Er lud unter anderem Clara und Robert Schumann sowie Franz Liszt nach Donaueschingen ein.

1866 trat Kalliwoda in den Ruhestand und übersiedelte nach Karlsruhe, wo er noch in demselben Jahr an den Folgen eines Herzinfarktes starb.

Kalliwoda hat 450 Kompositionen - u.a. 7 Sinfonien, Opern, Lieder und Kammermusik für Streicher - hinterlassen. Am meisten verbreitet sind gegenwärtig seine zahlreichen Duos für Streichinstrumente. Die 6 Duette für 2 Violinen (AER 162), die hier vorgelegt werden, sind technisch relativ einfach und ohne zwingenden Wechsel in höhere Lagen zu bewältigen; gleichwohl handelt es sich zum größten Teil um sehr reizvolle Musik, die auch in der Fassung für 2 Violen (AER 163) nichts von ihrem Reiz verlieren.

Der technische Schwierigkeitsgrad liegt auf einer 10stufigen Skala bei 2 bis 3.