S. Lee; 1805 in Hamburg geboren, unternimmt als Cellist ab seinem 25. Lebensjahr Konzertreisen durch ganz Westeuropa bis London und Paris. Einige Jahre ist er Solocellist im Orchester der Grande Opera Paris. Von 1837 bis 1868 wirkt in der gleichen Stadt als Musiklehrer und Komponist. In der Zeit entsteht ein Teil seiner heute noch nahezu jedem Celloeleven bekannten Etüden. Bis zu seinem Tode - inzwischen wieder nach Hamburg zurückgekehrt - komponiert er insgesamt weit über 100 Werke - neben Etüden für Cello überwiegend Duo- und Trioliteratur für Streichinstrumente. Eines seiner letzten Kompositionen ist das hier vorgelegte Duo op. 125 in B - Dur für Violine und Violoncello; ein insgesamt anmutig - heiteres Werk mit einem wunderbar kantablen, langsamen 2. Satz, der von zwei rascheren, rhythmisch prägnanten Ecksätzen eingerahmt wird. Ein transponierter Cellopart für Viola ist der Ausgabe beigefügt.

Der technische Schwierigkeitsgrad liegt auf einer 10stufigen Skala bei 3 bis 4.